DJK Schwarz-Weiss Neukölln 1920 e. V.

Nachruf Peter Gartz

 DJK Schwarz Weiß Neukölln verharrt in tiefer Trauer

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Danksagung als PDF-Datei

 

Die Trauer und der Schmerz über den erlittenen Verlust sind noch immer groß.
Fassungslos und mit großer Bestürzung mussten wir die Nachricht vom Tod unseres Freundes

Peter Gartz

zur Kenntnis nehmen, der plötzlich und für uns alle so unerwartet aus dem Leben schied.

Was wir seither fühlen lässt sich nicht in Worte fassen.
„Neiiin!!! – Unser Peter …, das kann nicht sein, der war noch lange nicht dran!!!“ so oder Ähnliches möchte man vor Schmerz in den Himmel schreien.

Die grausame Wahrheit, die noch immer so unwirklich erscheint, tut so weh!
Wir hatten doch gemeinsam noch so viele Pläne, wollten noch so viel mit ihm erleben!

1977 war Peter dem Verein beigetreten, war Spieler in der 1. Herren, deren Kapitän er bald und später auch Trainer wurde. Im weiteren Verlauf seines Vereinslebens war er langjähriges Vorstandsmitglied und einer der Gründungsväter unseres Fördervereins, dessen Sprecher er zuletzt auch war. Daneben war er aktuell als Kassenprüfer und Jugendtrainer unserer F-Jugend tätig.

Bei all dem war Peter bis vor wenigen Jahren noch selbst als Spieler aktiv. Er durchlief nach seiner Zeit in der 1. Herren die Ü 32, die Ü 40 und Ü 50, in der er schließlich seine aktive Laufbahn beendete.

Wer Peter kennenlernen durfte, konnte sich seiner Aura, seinem Witz, seiner Art zu unterhalten nicht entziehen. Schon beim ersten Kennenlernen, konnte jeder spüren, dass er einer außergewöhnlichen und warmherzigen Persönlichkeit, mit besonderem Charisma gegenüber stand.

Peter nahm uns gefangen, er riss uns mit und konnte uns mit seinen Aktivitäten immer wieder begeistern.
Bei all dem war er stets bescheiden, kein Mann der großen Worte oder ausschweifenden Reden, selbst jedoch immer ein guter Zuhörer.
Er war ein Macher, ein Urtyp, der uns als Initiator so vieler Aktivitäten immer wieder in seinen Bann zog.
Wenn Peter rief, folgten alle, wohl in dem Wissen, dass stets etwas Besonderes zu erwarten war.

Mit seinem schier unerschöpflichem Einfallsreichtum, seiner Phantasie, seinem bemerkenswerten Gespür für die kleinen, jedoch oft so wesentlichen Details, die eine Aktivität oder ein Erlebnis so unvergleichlich und besonders machten und mit seinem Organisationstalent hat er uns viele unvergessliche Momente beschert.

Herausragend waren beispielsweise die von Peter seit Ende der achtziger Jahre im Zweijahresrhythmus organisierten Vereinsreisen.

Peter liebte das Reisen. Die Balearen, insbesondere Ibiza, hatten es ihm angetan. Er liebte dazu den Verein DJK SW Neukölln. Tugenden wie Freundschaft, Kameradschaft, Harmonie und Geselligkeit waren für Peter immer besonders wichtig.

So kam es, dass Peter dies Alles miteinander verband und seinerzeit die „Ibiza-Reisetruppe“ – auch gern als „Reisegruppe-Gartz“ bezeichnet – ins Leben rief, die fortan zu einer festen Institution und zu einem Highlight in unserem Vereinsleben wurde.

Allein über diese unvergesslichen, stets einzigartigen Reisen mit so vielen besonderen Erlebnissen, die zum großen Teil von Peter initiiert wurden,  ließen sich ganze Bücher füllen.

Die nächste dieser Reisen steht noch in diesem Jahr an und wurde von Peter bereits vorbereitet und gebucht. Das Schicksal hat schonungslos bestimmt, dass diese Reise nun ohne den großen Organisator stattfinden muss.

Die Reise wird somit für Peters langjährige Weggefährten mit sehr viel Wehmut, vielen intensiven Erinnerungen und besonderen Emotionen verbunden sein. Sicher ist, dass es Peters Wunsch wäre, dass diese Reise auch ohne ihn wie geplant stattfindet

Unvergesslich bleibt Peter uns auch als außergewöhnlicher Entertainer, den wir mit der ebenfalls von ihm gegründeten Showtruppe, den „No Stars“, bei so vielen feierlichen Anlässen erleben und genießen durften. Der Auftritt dieser Truppe war stets ein Höhepunkt von Feierlichkeiten. Zu den Mitgliedern der Showtruppe, darunter auch seine Tochter, hatte Peter ebenfalls eine besonders intensive und freundschaftliche Verbindung. Endlos viele Auftritte und auch einige Reisen haben sie gemeinsam erlebt.

Wie bereits erwähnt fungierte Peter zuletzt seit einigen Jahren als Trainer in der Jugendabteilung, wo er auch seinen Enkel Maxim trainierte, den er mittlerweile von den Minis bis in die F-Jugend begleitet hatte. Auch hier war Peter mit Leib und Seele und seinem unvergleichlichem Charme bei der Sache.

Wie hoch die Wertschätzung und Zuneigung war, die Peter auch hier bei seinen Jungs, den Eltern und den Betreuerinnen genoss, ließ sich kürzlich an dem sehr bewegenden Abschied erkennen, den dieser Kreis an unserem Gedenkstein von seinem Trainer genommen hat.

Wir haben eine außergewöhnliche Persönlichkeit und einen ganz besonders wertvollen Freund verloren.

Peter war ein Herzstück, ein Motor, eine  tragende Säule unseres Vereins. Er hat unser Vereinsleben, unsere Vereinskultur maßgeblich geprägt. Viele von uns hat er immer wieder eingefangen und inspiriert. Er hat dem Verein mit all dem seinen ganz persönlichen Stempel aufgedrückt

Unser Peter hinterlässt nun tiefe Spuren im Verein und in unseren Herzen, eine menschliche Lücke, die bleiben wird.

Wir werden nicht versuchen diese Lücke zu schließen, denn Peter wird in unseren Gedanken diese Lücke fortan mit einem Ehrenplatz besetzen und somit in unseren Herzen und in unserem Verein als Legende weiterleben.

Wir werden ihn nie vergessen!

In unserer Trauer fühlen wir uns mit Peters Tochter Nadine und  ihrem Sohn Maxime besonders verbunden.

Nicht wenige von uns kennen Nadine seit ihrer Geburt. Zum großen Teil konnten wir durch Peters Erzählungen aus der Ferne, aber auch durch wiederkehrende persönliche Begegnungen mit Nadine selbst, ihren bisherigen Lebensweg verfolgen und daran in gewissem Maß teilnehmen. Als Mitglied der „No Stars“ trat sie bei so vielen Vereinsanlässen vor uns auf und bereitete uns damit stets viel Vergnügen.

Aus dieser besonderen Verbundenheit heraus gelten Nadine und ihrem Sohn unser tiefes Mitgefühl und unsere aufrichtige, von Herzen kommende Anteilnahme.

Nadine wird, wann immer sie es möchte, bei uns auf Freunde treffen. Sollte sie jemals deren Beistand, Rat oder Hilfe benötigen, werden sie bereit sein. Sie wird auch zukünftig immer Eine von uns sein.

In der Zeit unserer Trauer möge jeder von uns den Trost finden, den er benötigt.

Dieses können besondere Erinnerungen sein, die jeder Einzelne von uns mit Peter verbindet. Es können Bilder sein, die man vor sich sieht und mit Peter in Verbindung stehen.

Ein solches Bild, indem von uns sicher sehr viele Peter wiedererkennen, soll an dieser Stelle abschließend wie folgt beschrieben werden:

Im Himmel an einer Strandbar stehend ist Peter zu sehen. Rechts neben ihm sieht man seinen lieben Vater Herbert, links neben ihm seinen Freund Carlos aus gemeinsamen Ibiza-Zeiten. Alle drei strahlen glücklich. Sie schauen lachend auf uns hinab, heben ihr Glas und prosten uns zu. Wir hören Peters warme Stimme sagen:

„Wir sehen uns alle wieder
Freunde! – Und bis dahin,
wascht euch den …“