DJK Schwarz-Weiss Neukölln 1920 e. V.

1.Herren: Sieg gegen Rudow

Rückblick

DJK vs TSV Rudow

23.4.2017 / 27. Spieltag

Endstand 2:1

Tore:

1:0, 26′ Min. Schmidt, nach Vorlage Jacobsen

2:0, 33′ Min. Gündogdu, kleines Solo mit Übersicht abgeschlossen

2:1, 53′ Min. Sarbanovic, Freistoß aus 17 Metern

Zum Spiel:

Nach dem verdienten Sieg gegen unseren Tabellennachbarn Dynamo Berlin begrüßten wir nun den TSV Rudow. Eine sehr schwer zugbespielende Truppe, die mit ihrem jungen Trainer Aaron Müller eine bis dato solide Saison spielten. Eine Woche zuvor siegten sie über Tasmania und hatten nun mit uns den nächsten “ Derby-Gegner “ vor Augen.

Man spürte schon in den Tagen zuvor, das dieses Spiel bei unserer Mannschaft einen besonderen Platz einnahm. Nicht nur das es unter der Fußball-Anekdote “ Derby “ abgestempelt wurde sondern besonders auch, weil gefühlt jeder von DJK eine besondere Beziehung zu diesem Verein hat oder hatte. Kumpels, Ex-Verein usw.. Man kennt sich einfach.

In der Hinrunde war diese Beschaffenheit natürlich auch schon gegeben nur zu diesem Zeitpunkt, waren wir nicht in der Lage irgendwas abzurufen und zeigten eine unterirdische Leistung. Daran wurde unsere Mannschaft auch noch mal erinnert, denn wer Feuer und Flamme ist, der muss es auf dem Geläuf erst recht zeigen.

Zum ersten Mal in der Rückrunde spielten wir auf unserem Rasen, Spieler, Vereinsmitglieder, Fans einfach alle hatten sich lange danach gesehnt. Endlich wieder im „Adlerhorst“ und schon vor dem Anpfiff kam eine super Stimmung auf.

Als der Schiedsrichter sein „GO“ gab, begann ein Spiel, das viele so nicht vermutet hätten. Wir übernahmen von der ersten Sekunde an das Zepter und bespielten Rudow in einer sehr sachlichen Art und Weise. Viel Ballbesitz, gutes Tempo, keine Hektik und immer darauf bedacht die entscheidenen Lücken in der starken Rudower Defensive zu finden.

Unserem Gegnern fiel sehr wenig ein, sie standen tief und versuchten es immer wieder durch Einzelaktionen, die sich jedoch im Sande verliefen.

Durch eine schöne Kombination über Gündogdu, Osinski und Jacobsen, war es Tobias Schmidt, der den Ball, nach einer perfekten flachen Hineingabe, über die Linie schob.

1:0

Absolut gradlinig, was wir bis dahin zeigten. Rudow versuchte sich zu schütteln und von der Außenlinie kamen nun striktere Anweisungen, man hatte sich das anscheinend aus Rudower Sicht alles etwas leichter vorgestellt.

Bei uns hatte es schon gegen Dynamo in der zweiten HZ
“ klick “ gemacht im Kopf. Natürlich muss man immer über den Kampf ins Spiel finden besonders in unserer Situation, aber wer untersagt, das man das Fußballspielen generell abstellt im Abstiegskampf? Niemand und genau das verkörpern wir mehr und mehr. Wir haben es endlich verstanden.

Unsere Mannschaft saugte nun alles auf. Der Ball lief, der Gegner lief, vieles passte und so war es Gündogdu, der sich den Ball schnappte und von links den Weg in die Mitte suchte, kurz noch mit dem Oberkörper getänzelt und dann völlig ruhig den Ball in die Ecke gezwirbelt. Wasn Typ. Die Fans feierten ihn mit Sprechchören.

2:0

Auf der Bank von Rudow holte man schon die Taktikbücher aus der Tasche, um zu gucken was der DFB vorgibt bei einem 0:2 Rückstand.

HZ

Als wir aus der Kabine kamen, lächelten uns schon einige Zuschauer an “ Da kommt nichts mehr von Rudow „. “ die habt ihr im Sack „, “ jetzt in Ruhe weiter und ihr schießt die ab“.

Klasse die Begeisterung bei unseren Fans, so soll es sein und gut das wir alle im Team nicht so locker denken, selbst bei einer 2:0 Führung, die immer gefährlich ist. Rudow konnte und musste 8 Schippen drauflegen, um das Ruder rumreißen zu können und sie sind dazu immer in der Lage. Qualität nennt man sowas.

Die Gästemannschaft schob nun ihr Spiel um 10-15 Meter weiter nach vorne, versuchte früher zu attackieren und streute ab und zu mal lange Bälle mit ein. Das Spiel wurde nun hektischer, ausgeglichner und auch von Außen brachte man Gift in die ganze Sache, nicht extrem, aber aus erwachsener Sicht leicht nervend. Was die Angelegenheit allerdings um so schöner machte war, das sich unsere Truppe nicht davon aus der Ruhe bringen ließ sondern es sich eher zu einem Privatduell zwischen dem jungen Rudower Coach und unserer Fans entwickelte.

Aus einer kleinen Unachtsamkeit resultierte der Anschlusstreffer zum 2:1. Ein gut geschossener Freistoss aus 17 Metern gab Rudow nochmals die Hoffnung wieder in die Spur zu kommen. Nun gaben wir das Zepter leicht aus der Hand und die Gäste zeigten, dass sie nicht umsonst unter den Top 6 in der Berlin Liga stehen.

Durch das leichte anrennen vom TSV, bekamen wir hervorragende Konter Möglichkeiten, die wir allerdings genauso “ hervorragend “ vergaben. Katastrophe.

Die Nerven wurden schon etwas strapaziert. Torchancen liegen gelassen und ein Gegner, der nicht aufgab, doch ich muss sagen, dass wir ab der 70 Minute das Spiel wieder gut unter Kontrolle hatten. Natürlich machte Rudow etwas mehr, aber Panik musste man nicht haben.

Unser sportlicher Leiter, Michael Klass, lief an der Außenlinie mehr auf und ab als die Auswechselspieler, die sich seit 30 Minuten in Bewegung befanden.

Nach vier Minuten Nachspielzeit war dann endlich Schluss.

Drei Punkte. Derbysieger und das verdient. Irgendjemand sagte: “ Zum ersten mal nach gefühlten 100 Jahren, das wir die wieder geschlagen haben“, wenn es so ist, dann super, aber viel wichtiger wäre es, wenn wir in der nächsten Saison erneut die Möglichkeit besitzen könnten als Derbysieger vom Platz zu gehen.

WIR ZERREIßEN UNS DAFÜR.

Bericht gegen Preußen folgt…