DJK Schwarz-Weiss Neukölln 1920 e. V.

1.Herren: Rückblick auf letzte Spiele

Rückblick

Die Spiele gegen Staaken und Mahlsdorf waren vom Ergebnis her niederschmetternd.

2 zu 12 Tore, klingt katastrophal und ist katastrophal. Ausreden können und dürfen nicht gesucht werden. Es ist immer wieder sehr beeindruckend mit an zu sehen, wie in dieser Liga jeder Fehler der Mannschaft oder des Einzelnen konsequent ausgenutzt wird.

Kleinigkeiten entscheiden. Jeder nicht vollzogene Sprint, jeder unkonzentrierte Zweikampf und jede Ungenauigkeit wird vom Gegner erkannt und ausgenutzt. So hart wie das klingt, noch immer sind wir nicht in der Lage den Fokus zu 100% auf ein Spiel zu legen. Wo man in der Landesliga auch mal mit 70% ein Spiel für sich entscheiden könnte, bekommt man in der Berlin Liga sofort die Quittung.

DJK vs Staaken  2:6

Mahlsdorf vs DJK  6:0

Gegen Staaken mussten wir neidlos anerkennen, das diese Mannschaft an diesem Tag einfach eine Nummer zu Groß war.

Das Spiel gegen Mahlsdorf bleibt mir persönlich in einer sehr schrägen Art und Weise im Kopf hängen. Nach 90 Minuten stand es aus unserer Sicht 0:6 und alle fragten sich, wo unsere Gegner überhaupt sechs Torchancen hatten. Augenscheinlich müssen sie diese ja gehabt haben bei sechs Toren nur viel dazu beigetragen hatten sie nicht. Individuelle Fehler über Fehler pflasterten in dieser Partie unseren Weg und diese wurden eiskalt ausgenutzt. Leider nicht das erste mal in dieser schweren Saison. Wir werden das nicht zu 100% abstellen können, aber wir müssen daran arbeiten diese Fehler zu minimieren, denn nach diesen Spielen gegen Staaken und Mahlsdorf war jedem klar, das es so nicht weiter gehen konnte.

MAKKABI

Neues Spiel, neues Glück?

Zwei Mannschaften, die sich im letzten Jahr einen erbitterten Kampf um den Aufstieg lieferten, den DJK sich dann am letzten Spieltag sicherte und Makkabi somit in die Relegation schickte. Ein Krimi, der nicht hätte besser geschrieben werden können.

Aber die Vergangenheit reicht noch weiter zurück. Der Trainer Frank Diekmann, stand vor einigen Jahren selbst noch an der Seitenlinie bei Djk und Heiko Lambert wurde sein Nachfolger. Somit ist immer ein gewisses Feuer garantiert, wenn diese beiden Trainerfüchse aufeinander treffen.

Makkabi kam mit Zehn Punkten im Gepäck und war somit ein Tabellennachbar von uns, auch wenn unsere Punktausbeute sich etwas schlechter darstellte.

Nach den letzten arg verpatzten Partien, sollte es für uns nun endlich mal wieder positiver werden. Wir standen sehr kompakt und hatten das Spiel in den ersten 20 Minuten unter Kontrolle, Makkabi viel nicht wirklich was ein und somit entwickelte sich ein Kick, der zwar von der Spannung lebte, aber fußballerisch einiges vermissen ließ.

Häufig sah es so aus, das die Adler den Ball eroberten, den Weg nach vorne suchten, aber immer im letzten Drittel die nötige Genauigkeit und Konzentration vermissen ließen.

So ging es mit einem 0:0 in die Halbzeit.

Die zweite Halbzeit begann ähnlich, wie die ersten 45 Minuten. Man neutralisierte sich, aber wir waren im Spiel, was nach den letzten Partien, zu diesem Zeitpunkt, oft nicht mehr der Fall war. So war es nicht komplett unverdient als Christopher Jung im Kopf schneller war als die Defensive von Makkabi und den Ball im Tor unterbrachte. Die Situation war glücklich, den wir profitierten von zwei krassen Fehlern der Makkabi Spieler, die nicht in der Lage waren den Ball vernünftig zu klären.

1:0

 Unser Gegner wechselte nun Offensiv und schnürte uns in unserer eigenen Hälfte komplett ein. Es zeigte sich wieder, das unsere Kräfte momentan nur bis zur 65. Minute reichen, was mehrere Gründe hat und wir somit einfach nicht in der Lage sind immer mal wieder für Entlastung zu sorgen. Doch was sich auch immer wieder zeigt ist, dass wir das Glück nicht auf unserer Seite haben. Blackout vom Schiedsrichter. Ein langer Ball des Abwehrspielers von Makkabi wird kurz vor dem 16er vom Gegner verlängert und findet den Weg zu dessen Stürmer, der bei der Verlängerung jedoch schon weit im Abseits steht, er lässt sich die Situation natürlich nicht entgehen und macht es wie Rudi Völler 1990.

„ Halb zog es ihn, halb sank er hin“

Zwar beteuerte unser Torhüter Flo, das er ihn nicht mal berührt habe, aber der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter. Anlauf, Treffer, Jubel.

1:1

Normalerweise zitiere ich nicht gerne Schiedsrichter und gehe auch nach dem Spiel eher selten auf Diskussionen bezüglich der Unparteiischen ein, aber hier muss ich nur kurz schreiben, wie der Schiedsrichter diese Szene beurteilt als ich ihn daraufhin ansprach.

„ In dem Moment wo der Abwehrspieler den langen Ball schlägt, steht der Stürmer von Makkabi nicht im Abseits sondern auf gleicher Höhe, der Pass des Abwehrspielers galt also dem Stürmer und nicht dem Spieler, der den Ball verlängerte, deswegen ist es keine neue Spielsituation, denn die Verlängerung war nicht beabsichtigt und somit kann es dann auch kein Abseits sein“

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Gut, muss ich zur Kenntnis nehmen, das ich dann seit 33 Jahren die Abseitsregel völlig Falsch gesehen und gelernt habe. Wahnsinn.

Makkabi witterte nun ihre Chance das Spiel zu drehen und kamen noch zu sehr guten Möglichkeiten, die einen Sieg verdient gemacht hätten, ABER schlussendlich pfiff der Schiedsrichter ab und es blieb beim Unentschieden. Ein Punkt ist besser als keiner.

EMPOR

Nach einem Spielfreien Wochenende durften wir die Reise in den Prenzlauer Berg antreten. Wir waren zu Gast bei Empor Berlin.

Eine Mannschaft, die sich durch einen sehr einheitlichen und somit ausgewogenen Kader seit Jahren in der Berlin Liga hält. Auch ihre Nachwuchsspieler finden oft den direkten weg in die 1. Herren, was auf eine gute Qualität in der Jugendarbeit zurück zu führen ist.

Die ersten Spiele startete Empor etwas enttäuschend, doch seit dem 4 Spieltag holen sie Punkt um Punkt und scheinen nun ihre Form gefunden zu haben. Für uns nach dem 1:1 gegen Makkabi hiess es hingegen, Empor im fußballerischen einzuschränken, kompakt zu stehen und den Gegner immer wieder zu zwingen, lange Bälle zu schlagen. Fokus war ein schnelles Umschaltspiel zu forcieren und somit Nadelstiche zu setzen.

Gesagt, getan.

Unsere Truppe, agierte hervorragend. Empor fand keinen Weg und keine Idee in unsere Gefahrenzone zu kommen. Lange Bälle wurden abgefangen oder gingen ins Aus ,unsere defensiven Laufwege stimmten und die Kommunikation von unseren beiden Innenverteidigern Kirchstein und Kruk, sicherten uns in den vorderen Reihen eine gute Kompaktheit.

Auch unser Umschaltspiel konnte sich sehen lassen. Häufig eroberten wir den Ball und zogen über unsere Zentrale, Maurice und Samu in die gegnerische Hälfte, das Tempo stimmte und somit kamen wir zu 3-4 guten Szenen in kürzester Zeit. Endlich schien uns taktisch der nächste Schritt zu gelingen, da versagten die Nerven unseres Spielers Tobi Schmidt. In der 18 Minute kam er im rechten Mittelfeld an den Ball und versuchte durch eine kurze Tempoaufnahme an seinem Gegenspieler vorbei zu kommen, dieser spitzelte allerdings den ball ins Seitenaus. Ein kurzer negativer und beleidigender Kommentar Richtung Linienrichter und die Rote Karte war perfekt.

Heiko Lamberts Reaktion darauf:

„ Dummheit muss bestraft werden, das hat uns um Meilen zurückgeworfen in dem Spiel“

Recht hat er.

Trotzdem spielte unsere Mannschaft diszipliniert weiter. Die Räume hielten wir eng und kompakt und somit änderte sich vom Spielablauf erst mal gar nichts.

Es ging mit einem 0:0 in die Halbzeit.

Schon in der Kabine merkte man, das die Jungs bock hatten so weiter zu machen, sich reinzuhauen und der Unterzahl nicht viel Bedeutung geben wollten.

Empor hingegen stellte um und agierte nun mit 3 Stürmern anstatt mit einer Spitze. Der Druck wurde also erhöht und Empor hatte von nun an mehr Ballbesitz.

Doch auch nach 15. Minuten sollte es für die Heimmannschaft nicht besser werden. Der tiefe Rasen und die Unterzahl machte sich zwar langsam bemerkbar, denn die Kräfte wurden weniger und die Wege immer länger, dennoch agierten wir als Team gut gemeinsam gegen den Ball.

Wir wollten diesen Punkt und vielleicht mit ein wenig Glück sogar noch mehr. Im Fußball ist vieles möglich. Der Wille war spürbar bei uns.

Finke schmiss sich in jeden Zweikampf, Leroy rannte vorne wie ein Bär, Fabio zog ein Sprint nacheinander an und unsere Innenverteidigung strahlte die nötige Ruhe aus.

Hervorzuheben ist Kenny Klass, der immer wieder versuchte über rechts Druck zu machen und dem Gegner in der defensive aufzeigte, wo die Grenzen sind. Klasse Partie von ihm.

Empor kam nun ein paar Mal vor unser Tor, doch sie scheiterten 2x an Flo, der reflexartig reagierte.

Die Kraft ging uns nun immer mehr ab und der Druck des Gegners, der nochmals Offensiv wechselte, wurde zumindest was die Spielanteile betrifft, immer größer. Selbst fanden wir zwar ab und zu den Weg wieder nach vorne die „ die Körner“ waren einfach nicht mehr da.

Um so bitterer war es dann als wir nach einer Ecke den entscheidenen Gegentreffer kassierten. Ob es nun die Zuteilung oder falsche Entscheidungen oder Unkonzentriertheit war, der Schütze stand komplett alleine und duselte den ball ins Netz.

Einfach schade und ärgerlich.

74. Minute

1:0 Empor

Fast eine Stunde in Unterzahl gegfightet und dann erwischt es einen dennoch. Bis zur 80. Minute plätscherte das Spiel nun vor sich hin. Empor versuchte zwar noch mal das Tempo zu erhöhen, aber man merkte das ihnen das 1:0 eine gewisse Zufriedenheit gab.

In der 80. Minute stellten wir um, wir brachten vorher schon Leon für Samuel und Ricardo für Fabio, der am Ende seiner Kräfte war. Die Umstellung auf eine Dreierkette und einem zweier Sturm gab uns zwar etwas mehr Luft um für Entlastung zu sorgen, eröffnete aber natürlich dem Gegner wiederum Räume in ihrer Offensive.

In der 85. Minute, dann noch mal kollektives Durchatmen bei Empor. Nach einer schönen Flanke von Kenny, war es Leroy, der den Kopfball knapp über die Latte zirkelte.

Ich selbst bin davon überzeugt, mit Elf mann hätten wir weniger Kraft verloren und vielleicht wäre es dann Leroy möglich gewesen den Ball mehr zu drücken, aber es sollte nicht sein.

Empor kam noch zu 1-2 Möglichkeiten in den verbleibenden 5 Minuten wovon sie dann eine nutzten.

88. Minute

2:0 Empor

Ende.Aus.Vorbei.

Unsere Jungs, saßen oder standen völlig fertig und niedergeschlagen auf dem nassen Rasen. Es war eine gute Leistung von uns. Kämpferisch und taktisch ein Schritt in die richtige Richtung, ABER für einen Sieg in der Liga bedarf es nun mal noch mehr als das was wir abgeliefert haben, so hart es klingt.

Die Frage nach, was wäre wenn wir zu Elf geblieben wären, darf sich nicht stellen, Fußball ist Fußball und wir sind keine Hellseher. Klar etwas mehr Kraft hätten wir gehabt und vielleicht hätten wir sie dann weiterhin anders bespielen können, aber so kam es nun mal nicht also fragen wir nicht nach „ Hätte,hätte, Fahrradkette“.

Nehmen wir unseren Willen, Einsatz und die Teamleistung mit ins nächste Spiel gegen Rudow und kombinieren es mit noch mehr Geilheit Punkte zu holen, dann sollten wir in der Lage sein für einen heißen Tanz dort zu sorgen.

Das ist unser Ziel, das sollte unser Anspruch sein.

Wir zählen auf euch.