DJK Schwarz-Weiss Neukölln 1920 e. V.

1.Herren: Knappes Unentschieden

Djk – SV Empor Berlin

Berlin Liga

Anpfiff 11:00 Uhr

Endstand: 1:1

Tore:

0:1 Moerer, 44. Minute, Elfmeter

1:1 Jabr, 80. Minute

Spielbericht:

Der SV Empor Berlin war zu Gast, eine sehr schwer zu bespielende Mannschaft, die uns bereits im Hinspiel gezeigt hat, das man mit Disziplin, Systemtreue und starkem Willen einen Gegner auch mürbe spielen kann.

Empor besticht nicht durch Einzelspieler sondern durch ihr Kollektiv, was sie schwer ausrechenbar macht und sich schon so einige in dieser Saison die Zähne ausgebissen haben an ihnen, in der Rückrunde waren es bisher Rudow und Preussen, die jeweils mit 0:1 und 1:4 verloren. Es erwartete uns also eine sogenannte „Hausnummer“ der Berlin Liga.

Zu unserer Anfangself gegen Al Dersimspor mussten wir aufgrund der fünften Gelben Karte von Fabio umstellen, da Tom sich im Training verletzte und Leon auch schon seit einiger Zeit verletzungsbedingt fehlte, blieben von unseren Etatmäßigen LV’s exakt Null übrig. Ärgerlich, aber wohl dem, der einen “ Gattuso “ in seinen Reihen hat. Yusuf hatte diese Position schon in manchen Vorbereitungsspielen ausfüllen müssen und tat es nun auch gegen Empor. Matteo bekleidete dafür die DM Position.

Unter dem neuen Trainer von Empor haben sich zwei Spielsysteme verfestigt. Das 4-1-4-1 und das 3-5-2, wir waren also gespannt darauf, welches sie gegen uns anwenden würden.

Nach einer Schweigeminute und einer kleinen und emotionalen Rede unseres Präsidenten für unseren kürzlich verstorbenen Sportskameraden Peter Gartz, begann das Spiel.

Empor versuchte von der ersten Minute an immer wieder schnellstmöglich in Ballbesitz zu kommen in dem sie schon frühzeitig unsere Abwehrkette pressten oder ihre erste Offensivreihe sehr weit nach vorne schoben. Da uns dieses aber bewusst war und in Erinnerung geblieben ist aus dem Hinspiel, versuchten wir ebenfalls relativ weit im Kollektiv nach vorne zu schieben und im eigenen Ballbesitz, mit wenig Kontakten vor das Tor des Gegners zu kommen. So entwickelte sich in den ersten 15-20 Minuten ein Spiel, das häufig aus Balleroberungen in des Gegners Hälfte bestand. Beide Mannschaften fanden aber nicht all zu häufig den Weg in den 16er. Eines zeigte sich allerdings von der ersten Minute an, an diesem Tag, lief nicht vieles zusammen. Mental waren wir wir nicht auf dem Niveau von letzter Woche. Alles zu langsam und immer ein Schritt zu spät in den Zweikämpfen, so wurde zwar Empor nicht wesentlich gefährlicher, aber waren in der Lage das Spiel immer mehr an sich zu reißen und den Ball laufen zu lassen. Wir wirkten zum Teil so als wären wir nicht auf der Höhe des Geschehens.

Als die 45. Spielminute anbrach, entschied sich der Schiedsrichter ein kleines Highlight zu setzen und zeigte kurzerhand auf den Elfmeterpunkt. Die Gründe wollen wir nicht erörtern, er war sich sich sicher das Geräusch richtig gedeutet zu haben und nur das zählt.

Der Schütze trat an und verwandelte ohne mit der Wimper zu zucken.

45. Min., Moerer, Foulelfmeter ( an Maurice )

So ging es mit einem Rückstand in die Kabine.

Es war aber nicht an der zeit Panik zu schieben sondern eher ein paar Dinge zu verbessern, Taktisch nochmal was nachzulegen und den Jungs klar zu machen, das hier noch etwas drin war. Wir geben nicht mehr auf oder brechen auseinander, wir glauben an uns.

Empor versuchte sofort wieder die Kontrolle zu bekommen nach dem Anpfiff und das gelang ihnen auch, Torchancen mangelwahre, Spielanteile klar auf des Gegners Seite.Nach einer Ecke, zog Ricardo mal kurz den Kopf ein und brachte unseren Torhüter Flo in Schwierigkeiten, seine Sicht “ Ich hatte die Hand auf dem Ball“ teilte der Schiedsrichter ebenso und erkannte das daraus resultierende Tor nicht an. Die Meinungen gehen bis heute auseinander.

Fakt war, wir mussten was ändern und mehr Tempo reinbekommen, mehr Aggressivität an den Tag legen. So entschlossen wir uns von Außen Ahmed zu bringen, der durch seine Schnelligkeit immer in der Lage ist Löcher zu reißen und den Gegner zu beschäftigen. Ricardo musste ihm in der 60. Minute weichen und wir stellten ein wenig um. Yusuf ging auf seine Stammportion in die Zentrale, Phillip rückte als LV nach hinten und Ahmed kam in das linke Mittelfeld.

Nun lief es langsam besser. Empor konnte nicht die Schippe drauflegen wie erwartet und wir fasten neuen Mut. Die Zweikampfführung wurde erheblich besser und das Umschaltspiel kam besser zur Geltung. So nahmen wir das Heft in die Hand.

Maurice drehte auf und hatte seine Möglichkeiten zum Ausgleichstreffer, aber auch Timo, Yusuf und Ahmed hatten es jeweils ein mal auf dem Fuß. Unsere Zuschauer merkten, das da noch was drin war und nutzten die Gunst der Stunde, um uns nach vorne zu peitschen.

In der 80. Minute eroberten wir den Ball und schickten Maurice auf die Reise. Unser Capitano zog die Außenlinie entlang und passte den Ball mit Tempo in den 16er. Am ersten Pfosten rutsche Matteo vorbei, dann kam Schmidti einen Schritt zu spät, doch am zweiten Pfosten lauerte Ahmed, der den Ball über Linie kratzte. Klasse.

1:1, 80. Min., Jabr nach Vorlage Jacobsen

Im ersten Spiel gegen Stern verursachte er noch den Elfmeter zum 1:1, wo manch einer von Außen keine guten Worte fand für den Jungen ( keiner aus unserer Mannschaft) und genau das ist das schöne am Fußball, mal biste der Depp und mal biste der Held und ich persönlich sage, beides ist völlig unwichtig, so lang man Bock hat alles für die Truppe zu geben. Nur das zählt und das macht der Junge.

In den verbliebenen Minuten hatten wir weiterhin mehr vom Spiel und Empor musste sich mehr in ihre Hälfte zurückziehen, nur eine sehr brenzlige Situation hatten wir noch zu überstehen. Nach einem Fehlpass von Matteo, der ein gutes Spiel ablieferte, mussten Bengt und Flo Kopf und Kragen riskieren, um den Ball im eigenen Strafraum zurückzuerobern. Gesagt, getan. Auch dafür ist man ein Team.

Schlusspfiff.

1:1 gegen Empor. Ein gutes Ergebnis. Wir hatten aus meiner Sicht einen leicht gebrauchten Tag erwischt und mussten uns sehr mühsam in das Spiel hineinbeißen. Für unsere Moral ein absoluter Erfolg, da unser Gegner noch so einige Mannschaften ärgern wird. Es ist immer wieder klasse mit anzusehen, was Empor für einen disziplinierten Fußball spielt und meist die richtigen Waffen findet um den Gegner niederzuringen. Das kann, sollte und wird uns ein Vorbild sein.

Einen erneuten Dank an die Zuschauer, die „Ahmed, Ahmed“ Sprechchöre schon vor seinem Tor haben dem Jungen noch mal ein paar Prozentpunkte mehr gegeben. Top. Hilft dem Spieler und hilft somit auch der Truppe.

Und zum Abschluss. Peter hat sicherlich von Oben zugesehen und mitgefiebert. Ich denke wir haben ihn nicht enttäuscht.

Wir sehen uns nächste Woche, wenn wir die Weltreise nach Staaken antreten. Ungeschlagen zum Tabellenführer. Packen wir es an