DJK Schwarz-Weiss Neukölln 1920 e. V.

1.Herren: Die Punkte bleiben im Adlerhorst

Djk 1 gegen Blau Weiß 90

Halbzeitstand 0:0

Endstand 3:0

Tore:

1:0, 48. Minute, Engelhardt, Vorlage Osinski

2:0, 79. Minute, Schmidt, Vorlage Gündogdu

3:0, 91. Minute, Gündogdu, direkt verwandelte Ecke

Traumhaftes Wetter begleitete uns an diesem 30. Spieltag. Nach nun mehr 10 Punkten aus den letzten vier Spielen, wollten wir auch den Dreier gegen Blau Weiß 90 holen.

Durch den Sieg gegen Hürtürkel und der Niederlage von Dynamo gegen Staaken ist unser Polster auf 6 Punkte angestiegen und auch dieser 30. Spieltag gab uns die Möglichkeit den Abstand auf unseren Mitkonkurrenten anwachsen zu lassen, denn Dynamo spielte gegen den Tabellenzweiten aus Mahlsdorf.

Allerdings hieß es für uns erst mal „ Hausaufgaben erledigen“ und das gegen eine Mannschaft, die als Aufsteiger eine sehr solide bis gute Saison spielt(e).

„ Blau Weiß is back“ so lautet das Motto des Vereins und wer in den letzten Tagen ein wenig die Berliner Fußballwelt verfolgt hat, hat auch mitbekommen, dass Blau Weiß sich schon auf die nächste Saison vorbereitet und in einen Kaufrausch verfallen ist. Sollte das so weiter gehen, zählen sie in der nächsten Spielzeit zum Favoritenkreis, wenn es darum geht in die Oberliga aufzusteigen.

Da ich persönlich meinen Kollegen Marco Gebhardt sehr schätze und ihn als sehr sympathischen und ehrlichen Typen kennengelernt habe, wünsche ich viel Glück auf dem Weg seine Truppe nach oben zu führen.

Für uns heißt es aber weiterhin: Gemeinsam ein Ziel, Klassenerhalt!!

Unsere Mannschaft zeigt gerade enorme Qualität, so wohl im Zusammenhalt als auch im fußballspezifischen Bereich. Die letzten Wochen liefen erfolgreich und jeder Einzelne verkörpert gerade, dass man es verstanden hat bis zum Äußersten zu gehen, um die nötigen Punkte einzufahren. Fokussiert, konzentriert, selbstbewusst, mutig mit der Portion Spaß, die immer dazu gehört.

Das mussten nicht nur unsere letzten Gegner erfahren sondern auch an jenem Tag, Blau Weiß 90.

Als der Schiedsrichter die Partie anpfiff, war unsere Tribüne gut gefüllt und die Zuschauer gespannt, was sie dieses mal erwartet.

Wir gingen mit der gleichen Aufstellung ans Werk, wie schon gegen Hürtürkel, unsere Viererkette bestand aus Fabio-Matteo-Kruk-Leon, im defensiven Mittelfeld Plautz-Yusuf, die Offensive Dreierkette bildeten Maurice-Timo-Cüneyt und vorne im Sturm zog Schmidt seine Kreise.

Unsere erste Halbzeit zog etwas wie ein Kaugummi. Der Ballbesitz war auf unserer Seite und durch das relativ hohe Stehen unserer Truppe, zwangen wir den Gegner immer wieder zu unkontrollierten, langen Bällen auf ihren Sturmkracher Al Kassem, der bis auf sein sehr gutes Kopfballspiel, aber kaum zur Geltung kam. Wir versuchten es hingegen immer wieder mit schnellem überbrücken des Zentrums, um so durch gezielte flache Bälle über die Außenbereiche zu kommen. Die Ansätze stimmten und wir hatten das Spiel jederzeit unter Kontrolle und doch waren wir im entscheidenen Moment gedanklich zu spät in der Ausführung.

Besonders im letzten Drittel waren wir zu ungenau, die Anspiele hatten nicht die gewohnte Qualität der letzten Wochen, oft zu überhastet oder technische Fehler, die sich einschlichen. Wenn man an die Hinrunde nun denkt ist das aber schon frei nach dem Motto „ jammern auf hohem Niveau“ allerdings sollte das auch der Anspruch sein und zu einer Entwicklung beitragen.

Von Blau Weiß kam bis auf einige Standardsituationen kaum etwas. Doch wie man es schon so oft erlebt hat ( zuletzt gegen Preußen),ist das manchmal ohne Bedeutung, wir selbst mussten einfach in unserem Spiel mehr Tempo entwickeln.

Die ersten 45. Minuten waren also auf einem überschaubaren Niveau, was Torszenen betraf. Leon hatte in der 28. Minute per Freistoß die Möglichkeit sein Kunststück, als er gegen Hürtürkel ein traumhaftes Tor schoss, zu wiederholen, doch auch hier fehlte die Wucht, bei Matteo hingegen war die Wucht vorhanden, aber die Genauigkeit fehlte als er nach einer Ecke frei zum Kopfball kam.

So ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Unsere Ansprache in der Pause bezog sich genau auf diese Themen:

Mehr Mut
Mehr Tempo
Klarere Aktionen
höhere Passqualität im letzten Drittel
Abschlüsse suchen
weiterhin Ruhe bewahren

Zufriedenheit durfte sich nicht einschleichen, Kontrolle ist zwar wichtig, doch diese schießt auch keine Tore.

Unsere Jungs in Schwarz zogen nun mit mehr Tempo in die nächste Hz.. Und wenn man sich mal die Statistiken ansieht aus dieser Saison, verlief es meist eher so, das wir raus kamen und uns erst mal einen Gegentreffer fingen, an diesem Spieltag sollte es anders laufen.

Ecke Gündogdu, die eigentlich viel zu lang kam, Plautz eroberte dennoch den Ball und spielte auf Timo in den Rückraum, Blau Weiß rückte vor und das ermöglichte Ose, durch einen kurzen Chippass hinter die Abwehrreihe, Fabio in Szene zu setzen. Zuvor hatte Platte schon die Möglichkeit zu Führung und scheiterte, dieses Mal machte er es besser und schob überlegt zum 1:0 in der 48. Minute ein.

Belohnung für die starken Auftritte der letzten Wochen für Engelhardt.

Mit der Führung im Rücken, spielten wir nun auch wesentlich gezielter. Einige gut herausgespielte Chancen sprangen dabei heraus.

Maurice, der mit der Hacke fast das Tor des Monats erzielte,

Plautz, der nach Zuspiel von Maurice frei vor dem Tor stand, aber leider den Ball nicht richtig traf und somit ein Spieler noch auf der Linie retten konnte oder das ein oder andere Mal, wo wir einfach zu ungenau agierten bzw der Torhüter gut hielt.

Es waren keine Chancen im Minutentakt, aber es waren Nadelstiche.

In der 78, Minute und nach einem Ballgewinn in der Zentrale, lief der Ball über die linke Außenbahn. Cüneyt nahm Tempo auf und ließ den ersten Gegenspieler im wahrsten Sinne des Wortes „links liegen“, auch der zweite Gegner versuchte sein Glück jedoch zog Cüneyt schon in den Strafraum und zur Grundlinie, passte dann im richtigen Moment den Ball auf Schmidt, der nur noch seinen Fuß hinhalten musste.

2:0

Super durchgetankt von Gündogdu und Tobi steht da, wo er stehen muss. Top.

Blau Weiß hingegen versuchte es weiterhin mit langen Bällen auf Al Kassem ohne Erfolg. Nach einer Ecke hingegen wurde es leicht brenzlig, doch der Kopfball ging einen guten Meter über das Tor.

So plätscherte das Spiel vor sich hin, die Spielanteile waren auf unserer Seite und die Führung bis dato auch völlig verdient.

Yusuf holte sich nach sechs Wochen seine fünfte Gelbe Karte ab und wurde von dann von Finke ersetzt.

Und wenn es mal läuft, dann läuft es.

In der 91. Minute kamen wir noch mal zu einer Ecke, Blau Weiß stellte sich und wir waren langsam auf dem Weg in den Strafraum. Anscheinend ging das Gündogdu alles viel zu gemütlich, er legte sich den Ball hin, hob seinen Kopf, erkannte die Situation und zirkelte den Ball in alter „Mario Basler Manier“ in das gegnerische Tor.

Tor des Monats verdächtig, obwohl was heisst heisst verdächtig?!

Tor des Monats. Punkt.

3:0

Abpfiff

Sieg

Drei Punkte

Und was machte Dynamo gegen Mahlsdorf? Sie verloren mit 3:0.

Jetzt sind es 9 Punkte auf Dynamo und 14 Treffer unterschied. Es sieht gut aus.

Doch vier Spiele sind noch also gilt die Mahnung an uns ALLE:

Der Moment ist auf unserer Seite, aber so lange es rechnerisch noch möglich ist, dürfen wir uns nicht blenden lassen. Es gilt weiterhin volle Konzentration auf das Wesentliche!!!!

Nun müssen wir zum Nordberliner SC und Dynamo empfängt Makkabi, die kaum noch Gegenwehr leisten werden. Wir haben es in der Hand, „Matchballspiele“ liegen vor uns.

Lasst uns den Sack zu machen!!!!!!!

 

Video zum Spiel