DJK Schwarz-Weiss Neukölln 1920 e. V.

1.Herren: Böse Auswärtsklatsche bekommen

Staaken vs DJK I

Endstand:

8:0

Tore:

1′ Bahceci 1:0
4′ Lampert 2:0
14′ Engel 3:0
15′ Gigold 4:0
23′ Schulz 5:0
71′ Voigt 6:0
80′ Bahceci 7:0
89′ Gigold 8:0

8 x AUTSCH!!!!

Das war mal eine herbe Klatsche, die wir uns Gestern in Staaken abholen durften und ein Fingerzeig des Tabellenführers an alle anderen Gegner, das man mit aller Macht und ohne irgend einen zu unterschätzen, in die Oberliga marschieren möchte.

Wir hingegen müssen uns kurz mal die Wunden lecken und konstatieren, das wir woanders die Punkte zum Klassenerhalt holen müssen und sollten.

Klar ist der Anspruch vor jedem Spiel etwas mitzunehmen gegeben und muss auch in den Köpfen sein, doch man muss auch ehrlich sein und feststellen, das Staaken einfach eine Nummer zu hoch war und kein Maßstab sein darf.

Unsere Ausrichtung war klar, mutig sein, versuchen Staaken hinten zu beschäftigen und einen Weg zu finden sie nicht ins Spiel kommen zu lassen. Wir wollten die Räume eng machen und somit über Kompaktheit und Zweikampfstärke ins Spiel finden. Diese Vorgabe hielt exakt 10 Sekunden und blieb über 90 Minuten ein Wunschgedanke. Es gibt Tage da läuft gar nichts zusammen.

Ein Bock nach dem anderen. Die Jungs wirkten eigentlich überhaupt nicht unkonzentriert und auch absolut gewillt allerdings wenn man nach so kurzer Zeit und einem Individuellen Fehler mit 1:0 zurückliegt und zwei Minuten später das 2:0 kassiert, dann bedarf es einer sehr abgeklärten Mannschaft, um schnellstmöglich wieder in die Spur zu finden. Das waren wir aber nicht. So fingen wir uns nach 15 Minuten das 3:0 und 4:0.

Um noch kurz auf Individuelle Fehler einzugehen. Die passieren nun mal, keiner ist davon befreit und keiner aus unserem Team nimmt dem anderen irgendwas krumm, keine Schuldzuweisungen, keine negativen Aussagen. Das ist auch gut so. Das zeichnet ein Team auch aus.

Staaken spürte in jeder Phase, das wir keinen guten Tag hatten und stocherte hervorragend in unseren Wunden rum. In der 20 Minute mussten wir unseren Keeper Flo mit einer Schulterprellung aus dem Spiel nehmen und einige Minuten später folgte ihn Ricardo, der in einem Zweikampf auf den Hinterkopf viel. Dennis und Matteo übernahmen ihre Aufgaben.Undankbar bei so einem Ergebnis, aber beide hängten sich voll rein und Dennis zeigte, was in ihm schlummert mit einigen Reflexen.

Es folgte in der 23. Minute das 5:0 und die Feststellung, dass das heute ein ganz bitterer Tag wird, denn nicht nur das wir Geschenke verteilten sondern auch auf einen Gegner trafen, der alles mitnahm , was wir auf dem silber Tablett servierten. Bitter.

HZ

Die Jungs saßen in der Kabine. Völlige Ruhe, toten Stille. Fassungslosigkeit. Jeder hatte sich was anderes vorgestellt und dann noch die Gewissheit, das da nochmal 45′ Minuten bevorstehen. Fußball kann eben auch brutal und grausam sein, aber das nutzt alles nichts und was noch viel wichtiger ist, man darf sich dem nicht entziehen. Man muss da durch.

Die zweite HZ kann man in wenigen Worten beschreiben. Staaken schaltete drei Gänge zurück, was uns ein wenig Luft gab durchzuatmen. Doch die Überlegenheit des Gegners war trotzdem zu spüren und zu sehen. Dennis vereitelte noch zwei Großchancen mit sehr guten Reflexen, doch an den Gegentreffern in der 71′, 80′ und 89′ Minute konnte er auch nichts machen.

Abpfiff.

Wir könnten jetzt mit hohler „Fußballfachsimplei“ irgendwelche Phrasen auspacken und das ganze Spiel auseinander diskutieren, woran hat es gelegen, wo waren die Fehler, wieso, weshalb und warum allerdings bringt uns das akut auch nicht weiter und vor allem haben wir nicht die Zeit dafür. So banal wie es klingt, wir müssen so etwas akzeptieren und die Kräfte sammeln für die kommenden Aufgaben. Wir dürfen uns nicht blenden lassen von den drei ungeschlagenen Spielen und gleichzeitig dürfen wir uns auch nicht an dem gestrigen Spiel aufhängen. Es geht hier gegen den Abstieg bis zur letzten Minute. Langes Gerede und noch längeres Nachdenken sind fehl am Platze, das können andere machen in ihren Wohnzimmern.

Jetzt wartet der nächste Kracher. Mahlsdorf. Stört mich weniger, denn meine Lust mit den Jungs jetzt in der Woche 3x gut zu arbeiten ist extrem hoch und mein Ehrgeiz mit euch allen durch dick und dünn zugehen in den nächsten Wochen liegt bei 100%.

Kein Verstecken, kein grübeln, keine Schuldzuweisung und kein Vergangenheitsgerede. Einfach an das „Jetzt und Hier denken“ und dann heisst es wieder:

#gemeinsameinziel

#allesgeben

#brustrauskopfhoch

#konzentrationaufmahlsdorf

#lächelnistnichtverboten

Und da das hier keine Ich AG ist, möchte ich mich auch gleich mal bei Baris und Micha bedanken, die meinen Ehrgeiz und die Motivation alles zu erreichen absolut teilen. Ihr seid so wichtige Faktoren um das Schiff in ruhige Gewässer zu fahren. Top. Es macht extrem viel Spaß mit euch. Danke.

Und an die treuen Fans, die mitgereist sind nach Staaken. Merci das ihr da gewesen seid. Leider passte das Wetter zu unserem Spiel. Feuert uns weiterhin so tatkräftig an, die Jungs brauchen euch…